Zum Inhalt springen
Maschinenbau

Neukundengewinnung im Maschinenbau: warum Empfehlungen nicht mehr reichen

Jahrzehntelang kamen neue Aufträge im Maschinenbau über das Netzwerk. Der Inhaber kannte die Einkäufer, man traf sich auf der Messe, eine Empfehlung führte zur nächsten. Dieses Modell trägt immer seltener. Warum das so ist und was Maschinenbauer stattdessen tun, lesen Sie hier.

Warum das Empfehlungsmodell bröckelt

Die Einkäufer-Generation, die Ihren Betrieb seit zwanzig Jahren kennt, geht in Rente. Ihre Nachfolger vergleichen Lieferanten am Bildschirm und entscheiden nach Kennzahlen, nicht nach persönlicher Verbundenheit. Gleichzeitig bündeln große Abnehmer ihren Einkauf in Rahmenverträgen. Wer da nicht drin ist, kommt über Empfehlungen kaum noch rein.

Dazu kommt der Preisdruck durch internationale Anbieter. Ein Zulieferer, der nur auf Bestandskunden und Zuruf wartet, verhandelt aus der schwächeren Position.

Die Zahlen bestätigen den Umbruch. Nur 43 Prozent der Einkäufer aus Gen Y und Z kaufen laut IFH Köln regelmäßig über den Außendienst. Laut Gartner bevorzugen inzwischen 67 Prozent der B2B-Einkäufer einen Kaufprozess ohne Vertriebsmitarbeiter (2024 waren es 61 Prozent), und 73 Prozent meiden aktiv Lieferanten, die sie mit irrelevanter Ansprache kontaktieren. Relevanz schlägt Masse.

Woran Sie merken, dass es Zeit ist umzusteuern:
  • Die letzte echte Neukunden-Anfrage liegt Monate zurück.
  • Ein einzelner Auftraggeber steht für mehr als ein Drittel Ihres Umsatzes.
  • Ihre Vertriebsarbeit besteht aus Messen und Warten auf Rückrufe.
  • Neue Wunschkunden kennen Ihren Betrieb schlicht nicht.

Wie Maschinenbauer heute an neue Aufträge kommen

Die Betriebe, die stabil wachsen, warten nicht auf Anfragen. Sie definieren, welche Firmen sie als Kunden wollen, und gehen gezielt auf deren technische Entscheider zu: Konstruktionsleiter, Fertigungsleiter, technische Geschäftsführer. Also auf die Ebene, die versteht, was Ihr Betrieb kann, und die intern den Lieferanten vorschlägt.

Das klingt simpel, scheitert in der Praxis aber an zwei Stellen: Diese Entscheider stehen in keinem öffentlichen Verzeichnis, und ein Fachbetrieb hat selten die Kapazität, diese Ansprache neben dem Tagesgeschäft aufzubauen. Genau dafür haben wir das Industrie-Entscheider-System entwickelt.

Die Bausteine, die den Unterschied machen:
  • Eine recherchierte Liste der Betriebe, die zu Ihrem Fertigungsprofil passen.
  • Direkter Draht zu den technischen Entscheidern statt Umweg über den Einkauf.
  • Eine Ansprache auf Fachebene, die Ihr Können in den Vordergrund stellt.
  • Getrennt ausgewiesene Zahlen: Anfragen, Erstgespräche, Angebots- und Auftragsvolumen.

Welche Datenquellen taugen, um Wunschkunden im Maschinenbau zu finden

Die häufigste Frage vor dem Start lautet: Woher kommen die Zielbetriebe überhaupt. Vier Quellen sind gebräuchlich, und sie unterscheiden sich stark darin, wie aktuell sie sind und ob sie bis zur entscheidenden Person führen.

QuelleWas Sie dort findenFührt zum EntscheiderGrenzen
Handelsregister und FirmendatenbankenRechtsform, Umsatzgröße, Mitarbeiterzahl, BranchencodeNur die Geschäftsführung, nicht die FachebeneSagt nichts darüber aus, was der Betrieb fertigt oder zukauft
Branchenverzeichnisse und LieferantenportaleSelbstbeschreibungen und Leistungsprofile der BetriebeMeist nur eine zentrale KontaktadresseEinträge veralten, gepflegt wird nur, was Werbung bringt
Messe-AusstellerlistenBetriebe mit aktuellem Investitions- und MarktinteresseTeilweise, oft mit Standpersonal statt EntscheiderMomentaufnahme, nur wer ausstellt, taucht auf
Fertigungsprofil plus gezielte Entscheider-RechercheBetriebe, deren Fertigungstiefe zu Ihrem Leistungsprofil passtJa, namentlich auf Konstruktions-, Fertigungs- oder EinkaufsebeneAufwendig in der Recherche, funktioniert nicht nebenbei

Die ersten drei Quellen beantworten die Frage, welche Betriebe es gibt. Erst die Verbindung mit dem eigenen Fertigungsprofil beantwortet die eigentlich wichtige Frage: Welche dieser Betriebe kaufen genau das zu, was Sie können, und wer trifft dort die Entscheidung.

Häufige Fragen

Prüfen Sie, was in Ihrem Markt möglich ist

In der Machbarkeitsanalyse klären wir vorab, wie viele passende Zielbetriebe es für Ihr Fertigungsprofil gibt und was realistisch erreichbar ist.